Terrorbekämpfung

Trauriger Schulanfang
Dieser Tage starben bei der Erstürmung einer von Terroristen besetzten Schule in der Stadt Beslan hunderte Menschen. Der erste Schultag wurde zu einem traurigen Schulbeispiel der Hilflosigkeit staatlicher Gewalt gegen eine “Politik” der gezielten Nadelstiche.

Die Terroristen, gegen die Moskau kämpft, sind keine Fremden, sondern meist russische Staatsangehörige. Gerade deswegen versucht Putin den innerstaatlichen Konflikt im Lichte des “Internationalen Terrorismus” erscheinen zu lassen. Wladimir Putin lehnt politische Gespräche mit den gemäßigten Tschetschenen um den Expräsidenten Aslan Maschadow kategorisch ab. Der russische Präsident schweisst damit die dunklen Kräfte der Gewalt des Terrors mit dem Freiheitsdrang der tschetschenischen Bevölkerung zusammen.

Terrorismus
Unter Terrorismus verstehen wir die Ausübung von Gewalt die zu ihrer Rechtfertigung die Freiheit und andere humanitäre Ziele aufführt. Die Gewalt des Terrorismus richtet sich zwar physisch gegen bestimmte Opfer, das Angriffsziel der Terroristen sind aber in erster Linie die nicht unmittelbar Betroffenen, die gewissermaßen psychologisch eingeschüchter werden solen.

Terrorismus kann man so gesehen als eine moderne Form der Kriegsführung betrachten. Anders als in der “klassischen” Form des Krieges zwischen zwei Nationalstaaten lässt sich der Konflikt nicht so einfach auf ein Territorium beschränken. Die schreckenserregendste Form ist jene der Selbstmordattentate, da sie an Destruk-tivität nicht zu überbieten sind.

Nord-Süd-Konflikt
Die Mehrheit der Industrieländer und früheren Kolonialmächte liegt auf der Nordhalbkugel der Erde, während die Entwicklungsländer und früheren Kolonien meist auf der Südhalbkugel zu finden sind. Die politische Entkolonialisierung erfolgte mit den Unabhängigkeitsbestrebungen in den asiatischen Kolonien Großbritanniens und in weiterer Folge mit den Unabhängigkeitskriegen in Afrika.

Viele Ressourcen, vor allem Rohstoffe wie Erdöl sind nach wie vor in den Händen der Kolonialmächte. Multinationale Konzerne bedienen sich an billigen Rohstoffen und Arbeitskräften. Während die Industrienationen immer noch rund 80 % der Ressourcen nutzen, führt die “Globalisierung” des Arbeitsmarktes zu mehr Armut in den so genannten reichen Ländern!

9-11 und die Folgen
Die Ereignisse des 11. September 2001 und in weiterer Folge der Kampf gegen den Terrorismus haben die internationalen Beziehungen in vielfältiger Weise verändert. Seither bestimmen die USA das Gesetz des Handelns. Während noch eine grosse Koalition von Staaten den Sturz des Taliban-Regimes in Afghanistan unterstützte, so spaltete der sich anschließende Krieg gegen den Irak nicht nur die Vereinten Nationen, sondern auch die Europäische Union.

Im Zuge der Debatte um die Bekämpfung des Terorismus schränken einige Staaten die Menschenrechte durch den Erlass von Notstandsverordnungen ein. Das Verhältnis der Industrienationen zu den muslimisch geprägten Ländern und Gesellschaften ist erschwert und von Misstrauen geprägt.

Bizarre Form der Geschäftemacherei
Wenn die Amerikaner (der USA) eines können, dann ist es verkaufen – alles Mögliche. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis aus den Folgen der Terrorattacke vom 11. September 2003 eine Geschäftsidee entwickelt wurde. Als besonders talentiert auf diesem Gebiet erwies sich Michael Moore. Ihm gelingt es sich nach außen hin (zumindest den Medien) als Vertreter der “guten Sache” zu verkaufen, indem er den “bad boy” George W. Bush anpatzt.

Ich mache Ihnen folgenden Vorschlag: Tippen Sie jetzt in eine Suchmaschine die Zieffer “9″ und “11″ ein. Es wird Ihnen nur sehr schwer möglich sein eine Seite zu finden, die nicht zumindest mit ein paar Worten die als Dokumentation getarnte Abrechnung mit der Bush-Administration “Fahrenheit 9/11″ erwähnt.

Warum wir nicht klüger werden
Es wird jedem einleuchten, dass man ein Feuer mit Benzin nicht löschen kann. Trotzdem versuchen die Vertreter der “guten Sache” – ob jetzt Präsident Bush oder Putin, den “Krieg gegen den Terrorismus” auf gewaltsame Weise zu gewinnen. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass sich die handelnden Personen dieses Prinzips nicht bewusst sind.

Ich glaube viel mehr, dass jemand, der eine mächtige Armee besitzt, wenn er angegriffen wird, diese schon allein aus psychologischen Gründen einsetzen muss. Von “starken Männern” werden einfache Lösungen erwartet, deren Ergebnisse auch noch schnell sichtbar sein sollen – zur großen Freude der Terroristen!
(c) Viennawolf 06. 09. 2004

Links:

Gesetze zur Finanzierung der Terrorbekämpfung

Sondereinheiten

Forum Internationale Zusammenarbeit

für Nachahltige Entwicklung

Österreichisches Parlament

Bundesministerium für Inneres

Fahrenheit 9/11

Rhetoric of 9-11

Verschwörungstheorie

Gedenkseite

Gesellschaft für bedrohte Völker

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