Handys

Die verrückteste WM
Zum 5. Mal finden heuer im August in Savonlinna in Finnland die Welttitelkämpfe im Handy-Weitwurf statt, die von der Firma Fennolingua ins Leben gerufen wurden. Dabei kann jeder mitmachen – ob in der Kategorie Freestyle oder Traditionswerfen (über die Schulter). Finnland ist bekannt für Veranstaltungen dieser Art, etwa die WM im “Luftgitarrespielen”.

 
Die Idee zum Handy-Weitwurf habe ihre Wurzel im “sehr persönlichen Verhältnis” der Finnen zu ihrem Mobiltelefon, berichtet Christine Lund von den Veranstaltern. “Oft hasst man das Ding ja so, dass man es wegschleudern möchte”. Macht Sie diese Meldung eigentlich misstrauisch oder neugierig?

Woher kommt der Name
Ich habe mich ja lange Zeit gegen den “Handy-Boom” gewehrt. Erst als ich vor 5 1/2 Jahren zu Weihnachten von meiner Schwester eines geschenkt bekam, bin ich der zivilisierten Welt sozusagen wieder ein Stück näher gerückt.

Die Bezeichnung des kleinen Mobilfunkgerätes hat seinen Ursprung in den beiden (amerikanischen) militärischen Einsatzgeräten auf dem Gebiet der Mobilfunkgeräte, die schon im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden. Das Rucksackfunkgerät wurde “Walkie-Talkie” genannt, und das Handfunksprechgerät “Handie-Talkie”. Der Ausdruck “Handy” für Mobilfunkgeräte setzte sich zunächst im deutschsprachigen Raum durch, englisch sagt man “mobile phone”, “portable” oder einfach nur “mobile”!

Evolution der Technik
Ja, es gab einmal eine Zeit, da waren die Amerikaner bei uns viel beliebter, als sie heute sind. Als ich noch zur Schule ging, war es cool T-Shirts mit amerikanischen Symbolen zu tragen. Ohne “Uncle Sam” hätte Europa im Kalten Krieg gegen Sowjetunion ziemlich alt ausgesehen. So ist also das “Handy” ein von uns selbst erfundener “Amerikanismus”.

Schon Anfang der 80er-Jahre gab es Funktelefone mit kurzer Reichweite für den Einsatz im Haus. 1981 wurde in Deutschland mit dem C-Netz das erste zelluare Funktelefonsystem eingeführt. Eine Vorstufe zum Handy waren Mitte der 80er-Jahre C-Netz-Telefone in kleiner Koffergröße mit Hörer und Schnur. Sie wurden als “Tragbare Telefone” bezeichnet.

Vom D-Netz zum GSM
Mit der Einführung des sogenannten D-Netzes und flächendeckender digitaler Mobilfunknetze (in Österreich war D-Netz allerdings analog!), konnte die Batterieleistung der Mobiltelefone und damit auch der Gehäusegröße enorm verringert werden. Diese Dinger konnte man jedoch kaum unbemerkt in einer Manteltasche verschwinden lassen – einer meiner Freunde war ein stolzer Besitzer!
1992 wurde das erste GSM-fähige Mobilgerät vorgestellt. Der weiter gediehene Fortschritt der Technik machte die Geräte erstmals wirklich handlich, sodass sich im Deutschen das englische Lehnwort “Handy” durchsetzte. Leider können sie dadurch auch leichter gestohlen werden: Kein Vorteil ohne Nachteil!

Etwas für Skeptiker
Als jahrelanger “Handymuffel” weiss ich natürlich auch, dass Mobiltelefone im Verdacht stehen gesundheitsgefährdent zu sein. Weder die Schädlichkeit, noch die Unschädlichkeit konnten bis heute unstreitbar bewiesen werden. Klar ist jedoch, dass man beispielsweise sein Handy außerbetrieb nehmen muss wenn wan ein Krankenhaus betritt, da technische Geräte wie beispielsweise Herzschrittmacher durch die elektromagnetische Strahlung beeinflusst werden können.
Elektrosmog, Ionisierung, Thermische und Athermische Effekte sind weitere Schlagworte. Am meisten stört mich aber der Verlust von Intimität, wenn ich in der U-Bahn zum Mithören von Privatgesprächen gezwungen werde!

Informationsgesellschaft
Das Mobilfunkgerät “Handy” ist Produkt einer Gesellschaft in der Kommunikation und Information immer wichtiger wird. In unserer Informationsgesellschaft werden besondere Techniken angewandt, um bestimmten Daten ein Gewicht zu geben, damit sie als relevante Informationen erkannt werden.

Die Eingangs erwähnte “Handy-Weitwurf-WM” hat es in Wirklichkeit nicht gegeben. “Handy-Weitwurf” ist ein sogenannter “Hoax”, also ein Dokument oder eine Sache, die versucht vorzutäuschen. Ein Kommentar, gewissermaßen aus einer Nichtigkeit geboren, werden Sie jetzt sagen. Originelle Werbung wird eben immer schwieriger: zu kreieren und manchmal auch zu erkennen.
(c) Viennawolf 31. 08. 2004

Links:

Handy.at

Handy.web

Handy-Land

Handy-Games

Handy-board

Handy-Seiten

Handy-Sammler

Handy-Lexikon

Handy-Seite

Kostenlose Handybörse 

Klingeltöne

Mobilfunk Comunity 

Handy-Weitwurf

Mobilfunk-Bürgerforum

Forum Mobilkommunikation

About the Author

has written 198 stories on this site.

Write a Comment

Gravatars are small images that can show your personality. You can get your gravatar for free today!

Copyright © 2019 Viennawolf-MAGAZIN. All rights reserved.
Powered by WordPress.org, Custom Theme and ComFi.com Calling Card Company.