Kleinwagen

Etwas über Kleinwagenfahrer
In meiner Musik-Hauptschulzeit hatte ich einen Lehrer der hatte einen kleinen Suzuki. Einmal veranstaltet er in der Schule an einem freien Wochende einen sogenannten “Computertreff” mit den Schülern. Das war Mitte der 80er Jahre, zu Zeiten eines VC 20, C 64 und C 128. Er fuhr durch das ganze Tal, um die Computer von allen Teilnehmern an den Treffpunkt zu transportieren, und da sein Auto so klein war, musste er zwei Transportfuhren auf sich nehmen, das gleiche beim Rücktransport.
Es ist dieses gewisse Engagement, dass ich Kleinwagenfahrern einmal so unterstelle. Wer kennt nicht … meinetwegen Mercedes-Fahrer, die so abgehoben, als ob für sie eigene Regeln gelten…

Fiat 500
Der erste Fiat 500 – auch Topolino (italienisch für Mäuschen) genannt – wurde in den Jahren 1936 bis 1955 in drei Versionen insgesamt über eine halbe Million mal verkauft. Der 4-Zylinder-Reihen-Frontmotor des von 1936 bis 1948 produzierten Fiat 500 A leistete bei 4.000 Umdreh-ungen in der Minute 13 PS. Bei einem Leergewicht von 535 kg reichte dies für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 90 km/h.
Sein Nachfolger, der “Nuova 500″, erreichte in den Jahren 1957 bis 1976 eine Verbreitung von über 3,7 Millionen Stück. Nach mehr als 20 Jahren baute Fiat in den Jahren 1992-1998 erneut einen “500er”, den “Cinquecento”, der aber nicht mehr an die Beliebtheit seines Vorgängers heranreichen konnte.

Puch 500
Im Jahre 1954 wurde in Graz-Thondorf aufgrund eines Assembling-Vertrags mit Fiat eine eigene österreichische Kleinwagenproduktion aufgenommen, wobei man sich die Produktion einer eigenen Karos-serie sparte. Lediglich der Motordeckel sowie in späteren Jahren das feste Dach wurden in Eigenproduktion hergestellt. Im Gegensatz zum luftgekühlten Twin-Motor des Fiat wurde der Puch von einem luftgekühlten 2-Zylinder Boxermotor mit 493ccm angetrieben und das Getriebe sowie das Fahrgestellt wurden komplett in Graz hergestell.
Die Erfolgsgeschichte des Puch-Kleinwagen wurde in verschiedenen Versionen bis in die 70er-Jahre fortgesetzt, ehe der gestiegene Lebensstandard die Nachfrage negativ beeinflusste…

“Ente” (Citroën 2CV)
Die “Ente” war ein populäres Modell des französischen Automobilherstellers Citroën das in den Jahren 1948 bis 1990 rund 5 Millionen Mal verkauft wurde. 1954 hatte die “Ente” einen Motor mit 12,5 PS, 1963 16 PS, 1970 23 PS und 1929, der bisherige Höhepunkt, 29 PS.
Die ursprüngliche Idee von Generaldirektor von Citroen, Pierre Boulanger, bei der Entwicklung der Ente war es, ein Fahrzeug zu bauen, das “zwei Bauern in Stiefeln und 50 Kilo Kartoffeln oder ein Fässchen transportieren kann.” Nach der Präsentation in Paris im Jahre 1948 war die Nachfrage nach dem 2CV bald so groß, dass mit einer Lieferzeit von bis zu 6 Jahren gerechnet werden musste. Also auch in der Marktwirtschaft läuft nicht immer alles glatt ;-)

VW Käfer
Der “Käfer”, ein legendäres Modell von Volkswagen wurde in beinahe 70 Jahren mehr als 21 Millionen Mal gebaut. Er wurde bereits Anfang der 30er-Jahre von Ferdinand Porsche entwickelt Ausschlaggebend für den Bau eines Prototypen war ein mit 20000 Reichsmark dotierter Auftrag, den Porsche 1934 vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie erhielt.
In Mexiko wurde 1981 der 20-millionste Käfer gebaut, die letzte Lieferung nach Deutschland wurde im August ’86 getätigt, bis zur endgültigen Produktionseinstellung dauerte es noch bis Juni 2003. Mehrere Filme bezeugen die Bedeutung dieses Fahrzeugs, zu dem viele Besitzer eine Liebhaberbeziehung aufgebaut haben.

Small is beautiful
Kleinwagen besetzten in der Nachkriegszeit eine bestimmte Nische. Da die Masse der Leute nach heutigen Masstäben nicht sehr wohlhabend war, musste sich die Produkte naturgemäß der Marktsituation anpassen. Heute sind Automobile mehr denn je Prestigeobjekte, über die man sich nach außen repräsentiert.

Es gibt aber auch Leute, die nicht das Bedürfnis haben, ihre Stärke in der Anhäufung von materiellen Werten auszudrücken. Die Autos im Straßenverkehr sind für vier bis fünf Per-sonen gebaut, doch meistens sitzt nur eine Person drinnen. Vor allem aus Prestige-Gründen müssen heute Autos groß und teuer sein.
(c) Viennawolf 07. 09. 2004

Links:

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VW Käfer

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