Liechtenstein

Erbmonarchie
Die Staatsform Liechtensteins ist eine konstitutionelle Erbmonarchie.Das Fürstentum ging aus den Grafschaften Schellenberg (1699) und Vaduz (1712) hervor. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs wurde das Fürstentum Liechtenstein ab 1806 als souveräner Staat in den Rheinbund auf und ab 1815 Mitglied im Deutschen Bund. Nach dessen Auflösung 1866 blieb es ein unabhängiger Staat und war über ein Zweckbündnis eng mit Österreich-Ungarn verbunden.
Nach dem Ersten Weltkrieg verbündete sich Liechtenstein mit der Schweiz, übernahm dessen Währung und ging eine Zollunion ein. Liechtenstein trat unter Fürst Hans Adam II (seit 1989 Regent) 1990 der UNO bei und ist seit 1995 Mitglied des EWR.

Kompromisslos
Keineswegs überraschend, wenn man den Gedanken von dem Träger des Alternativen Nobelpreises Leopold Kohr folgt, verfügt Liechtenstein über eine erstaunliche Anzahl an künstlerischen und kulturellen Aktivitäten und Vereinigungen.

Es gibt dafür drei Gründe:
1. das Fehlen von Macht in Form von militärischer Gewalt macht Herrscher automatisch zu Förderern der Kunst, da sie irgendwie repräsentiert werden wollen,
2. da in einem Kleinstaat von einem Bürger nur ein Bruchteil seiner Energie für den Sozialdienst abgezweigt zu werden braucht, kann ein Bürger den Großteil seiner Zeit dazu verwenden, sich selbst zu verbessern, anstatt dem Staat zu dienen,
3. die beste Möglichkeit nach Wahrheit zu suchen, da man an vielen persönlichen Erfahrungen aktiv teilnehmen kann.

Liechtensteinmuseum in Wien
In Liechtenstein gibt es neben verschiedenen kulturellen Einrichtun-gen ein herausragendes modernes Kunstmuseum und im Ort Schaan das Theater am Kirchplatz. Die Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein, einst in Wien beheimatet, sind im Frühjahr 2004 in die Donaumetropole zurück-gekehrt: eine der größen Rubens-Sammlungen, dazu Werke von van Dyck, Lucas Cranach, Raffael Rembrandt, van Ruysdael und Hamilton.

Dazu kommen Waffen, Porzellan, eine umfangreiche Bronzen-kollektion sowie eine der schönsten, noch erhaltenen französischen Prunkkutschen. Die Fürstlichen Sammlungen, die im Liechtenstein Museum zu sehen sind, wurden durch Fürst Karl I. begründet.

Der große Vorteil eines Kleinstaates
Hat ein Kleinstaat eine Bevölkerungszahl erreicht, die ein angenehmes politisches Leben gewährleistet, bietet sich neben dem Vorteil eines gewissen Spezialisierungsgrades dem einer arbeitsteiligen Gesellschaft innewohnt auch die Gelegenheit, dass jeder alles erleben kann, indem er lediglich aus dem Fenster sieht.
In einem großen Staat sind wir gezwungen, in eng spezialisierten Abteilungen zu leben. Dadurch wird unsere Lebenserfahrung auf ein kleines Segment begrenzt – wir sind nicht in der Lage ‘das Ganze’ zu sehen. Für Leopold Kohr bedeutet das Heranwachsen von Staaten über die optimale Größe den herannahenden Ruin. Das lässt einen im Hinblick auf die Entwicklung der EU angst und bange werden.

Sympathie des Kleinen
Als Griechenland die Euro 2004 gewonnen hat, war der Jubel nicht nur in Griechenland grenzenlos, denn die sogenannten “Kleinen” haben immer die Sympathien auf ihrer Seite. Man kann sich die Sensation kaum vorstellen – was passiert wäre wenn Liechtenstein das Kunststück gelungen wäre.
Auf eine gewisse Weise sind wir alle vom ‘David gegen Goliath’-Mythos infiziert und freuen uns über die Erfolge der Kleinen, die meistens eine Finte einsetzen, um den scheinbar Übermächtigen Gegner zu besiegen. Im Fall von Griechenland war das die antiquierte Taktik mit Manndeckung, bei Kamerun 1990 war es der 38-jährige
“Star” Roger Miller. Das Prinzip des Kleinen hat etwas an sich, wie auch Leopold Kohr in seinen Arbeiten bewiesen hat.

Politik
Die Legislative liegt beim Fürsten und dem Landtag, bestehend aus 25 Abgeordneten, die nach dem Verhältniswahlrecht für vier Jahre vom Volk gewählt werden. Die Exekutive bilden der Regierungschef und vier Regierungsräte. Auf Vorschlag des Landtages werden sie vom Fürsten ernannt. Die Judikative bildet ein mit fünf Richtern besetzter Oberster Gerichtshof; die Richter werden vom Fürsten bestellt.

Liechtenstein ist in elf Gemeinden eingeteilt, die meisten davon bestehen aus einer einzigen Ortschaft. Die Fläche von Liechtenstein beträgt 160 Quadratkilometer mit circa 34.000 Einwohnern.
(c) Viennawolf 27. 07. 2004

Links:

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