Programmiersprachen der KI

PROLOG

PROLOG steht für “PROgramming in LOGic”. Seit seiner Entwicklung Anfang der siebziger Jahre hat sich Prolog zu einem der wichtigsten Vertreter einer neuen Generation von Programmiersprachen entwickelt. Prolog ist eine deklarative Programmiersprache. Das bedeutet, dass in Prolog, im Gegensatz zu herkömmlichen prozeduralen Programmiersprachen wie Fortran, Pascal, oder C nicht mehr algorithmisch der Lösungsweg, sondern nur mehr die Bedingungen, die die Lösung des gestellten Problems erfüllen soll, angegeben werden.

Ein Algorithmus besteht aus einer logischen Komponente, die das Wissen zur Problemlösung enthält und einer Steuerkomponente, die bestimmt, wie das Wissen verwendet wird, um damit Probleme zu lösen. Prolog hat einen vorgegebenen, allgemeinen Algorithmus zur Auswertung des Wissens für Problemlösung, der sich am Resolutionsprinzip von J. A. Robinson orientiert. Eine vorgegebene Auswertungsstrategie bringt einen prozeduralen Aspekt in Prolog ein. Man spricht in diesem Zusammenhang davon, dass Prolog einerseits eine deklarative, andererseits eine prozedurale Semantik (Interpretation) hat. (Gottlob u. a.: 1989).

Ein Prologprogramm besteht aus vier Teilen. In “DOMAINS” werden die Datentypen festgelegt. “PREDICATES” ist der Teil, in dem die Predicate definiert werden. Im Programmteil “GOAL” wird das Ziel festgelegt. Der eigentliche Hauptteil ist “CLAUSES”, in dem alle Fakten und Regeln vorkommen. Variable werden groß geschrieben, Regeln sind Beziehungen zwischen Fakten. “Wolfgang schreibt eine Fachbereichsarbeit” wird folgendermaßen dargestellt: schreibt(wolfgang,fachbereichsarbeit). Ich könnte eine Regel aufstellen, die lautet: Wer eine Fachbereichsarbeit schreibt, ist intelligent. In Prolog sieht das so aus: ist_intelligent(schreibt(Person, fachbereichsarbeit)). Man beachte die Großschreibung der Variable Person im Gegensatz zu Wolfgang im vorhergehenden Beispiel.

LISP

Englische Abkürzung für: LISt Processing language. Eine Programmiersprache, die (1957 am Dartmouth College in den USA entwickelt), speziell für die Verarbeitung von Listen geeignet ist.

Eine Liste ist ein systematischer Ausdruck von gespeicherten Daten auf Papier – meist in Tabellenform. Listen sind aufwendig zu aktualisieren, da bei nur einer Änderung die gesamte Liste neu ausgedruckt werden muss (Teilausdrucke können zu Missinterpretationen Anlaß geben).

“LISP” hat wie zum Beispiel auch “PROLOG” im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Expertensysteme große Bedeutung erreicht. So werden zum Beispiel so genannte “LISP-Maschinen” angeboten: Minicomputer mit “LISP” als fest in den Prozessor eingebauter Programmiersprache. (Falkenverlag 1988: S. 186)

SMALLTALK

“Smalltalk” ist die konsequenteste Sprache der objektorientierenden Programmierung und auf diesem Gebiet nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Benutzungsunterstützung Marktführer. (Vogel 19990: S. 95) Unter Objektorientierung versteht man die Bindung von Daten und Programmen zu einer Einheit. (Vogel 1990: S. 55).

(c) Viennawolf 1992/93 Fachbereichsarbeit aus Informatik “Künstliche Intelligenz – Schachprogrammierung”

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