The name of the game

Auf geht’s
Am Dienstag, 21. September, beginnt die neue Eishockey-Saison 2004/05 mit den Spielen der ersten Runde der Bundesliga: EC Graz 99ers – Vienna Capitals, EC VSV – HC TWK Innsbruck “Die Haie” und Aufsteiger EC the Red Bulls Salzburg gegen den regierenden Meister und Rekordmeister EC KAC. Besonders brisant ist letztgenannte Paarung, war doch Salzburgs Headcoach Jorma Siitarinen’s letzjähriger Arbeitgeber des Titelverteidigers.

Die Meisterschaft 2003/04 war sportlich so ausgeglichen wie selten zu vor. Eine unangenehme Begleiterscheinung stellten jedoch die in regelmäßigen Abständen aufkommenden Gerüchte über diverse Finanzierungsprobleme bei nahezu allen Erstligisten ein.

Auslandsösterreicher
Über 30 Österreicher, Jugendliche und Schüler eingeschlossen, gehen ihren Geschäft bei ausländischen Vereinen nach. Eine vollständige Namensaufzählung tu ich mir nicht an, weil sonst ergeht es mir möglicherweise wie dem Eishockeyverband, und ich “vergesse” auf ein “Kaliber” wie Thomas Vanek.

Mit Divis, Brandner, Pöck, Trattnig, Andre Lakos und Tomas Vanek versucht in dieser Saison eine komplette Startformation ihr Glück in der NHL, sofern diese stattfindet. Da vergisst man beinahe, dass mit Koch und Lukas zwei große Talente den Sprung in die schwedische Eliteliga gewagt haben, womit trotz der Heimkehr von Dieter Kalt ein weiterer Auf/Auswärts-Trend deutlich ersichtlich ist.

Olympia-Qualifikation
“Turin 2006″ hätte auch “Senza confini 2006″ werden können. Da dem nicht so ist, wir zwar ganz passabel Eishockey spielen, aber (noch) nicht zu den sogenannten “Großen” zählen, müssen wir uns für das Olympische Eishockeyturnier erst qualifizieren.

Die Qualifikation findet im Rahmen dreier Vorrundengruppen zu je vier Teilnehmern statt. Österreich trifft im Februar 2005 in Klagenfurt auf Kasachstan, die Ukraine und den in der Weltrangliste am besten platzierten Qualifikanten aus der Vorqualifikation im November. Bereits 2001 gelang uns ebenfalls in Klagenfurt die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City. Sowohl die Ukraine als auch Kasachstan können von ihren Potential als in etwa gleich stark wie Österreich eingeschätzt werden – wir hoffen auf den Heimvorteil!

Heimspiel
Die letzte Heim-Weltmeisterschaft in Wien 1996 ist mir mit dem Abstieg in die B-Gruppe noch in schmerzhafter Erinnerung. Zugegebenermaßen sind die Vorzeichen diesmal auch nicht besonders gut Mit Slowakei, Russland und Weissrussland bekamen wir drei technisch sehr starke Mannschaften in unsere Vorrundengruppe zugelost. Damit scheint das grosse Ziel Viertelfinale in weite Ferne gerückt, und man steht quasi bereits mit einem Bein im Grab.

Dem steht die positive Entwicklung des Eishockeysports in Österreich entgegen, und es ist gar nicht unverfroren zu sagen, dass wir wahrscheinlich auch ohne große Unterstützung aus Übersee diese schwierige Aufgabe meistern können.

Vorarlberg-Liga
Gleich 40 Prozent der Vereine der zweiten Leistungsstufe kommen aus dem westlichsten Bundesland: Lustenau, Bregenzerwald, Dornbirn und Nachfolgeverein EHC Feldkirch 2000. Spannende Derbies sind garantiert, und in der Aufstiegsfrage könnte man aufgrund des Namens bei Feldkirch annehmen, ob ihre große Zeit nach den zwei Pleiten nicht endgültig abgelaufen ist?

Ergänzt wird diese Meisterschaft durch die Beiden Steirer Zeltweg und Kapfenberg, den Salburgern Zell am See, “Farmteam” EC Red Bulls, sowie aus Oberösterreich dem Famteam der “Black Wings” Linz. Leid kann einem bei der “West-Lastigkeit” der Liga nur der Wiener-Eislöwen-Verein tun.

Die gloreichen Sieben
Sportlich gesehen gibt es in der nach dem “SUPERGAU” in Feld-kirch nicht kompletten Liga, keinen eindeutigen Favouriten. Nichts desto trotz hat Titelverteidiger KAC unter Experten aufgrund seiner eingespielten Mannschaft als Meistertipp leicht die Nase vorne, während sich Aufsteiger Salzburg mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft sich sehr wird anstrengen müssen, um einen der 4 Play-Off-Plätze zu ergattern.

An der Medienfront dürfte der Eishockey-Sport einiges an Terrain gewonnen haben. Nach dem Fussball zum Privatfernsehen gewechselt ist, möchte der ORF die Eishockey-Berichterstattung ausweiten: man kann ein weiteres Ansteigen der Eishockeyfieberkurve erwarten.
(c) Viennawolf 09. 09. 2004

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