Warum Rohkost?

Etwas für die Gesundheit
Anfang 2001 hat die BSE-Krise die Medien bestimmt. Über die Ursache von BSE gibt es unterschiedliche Theorien. Die wichtigste Erkenntnis daraus ist, dass wir nicht permanent gegen die Natur-gesetze verstoßen können. Das hartnäckige Vorurteil, sich ohne Fleisch nicht gesund ernähren zu können ist trotzdem noch weit verbreitet. Nicht zuletzt die Krise unseres Gesundheitssystems sollte uns auch über unsere Ernährungsgewohnheiten nachdenken lassen.
Niemand kann heute mehr abstreiten, dass Obst und Gemüse die besten Gesundmacher sind. Jede Be- und verarbeitung von Lebens-mitteln verringert deren Wert, weshalb Rohkost die beste von allen Ernährungsformen darstellt.

Die beste Ernährungsform
Die Entwicklungsgeschichte der Ernährung des Menschen über Millionen von Jahren zeigt, dass sich unsere Vorfahren ausschließlich oder stark überwiegend von roher pflanzlicher Kost ernährten. Wir Menschen besitzen eine spezielle physiologie, die nur auf den Verzehr von Früchten ausgerichtet ist. Jede andere Nahrung wird viel schlechter verarbeitet.
Früchte beinhalten alles, was unser Körper benötigt: etwa 90 Prozent Fruchtzucker, vier bis sechs Prozent Aminosäuren, zwei bis drei Prozent Mineralstoffe, zwei Prozent wichtige Fettsäuren und ein Prozent Vitamine. Der Mensch ist ein subtropisches Lebewesen. Sein Verlangen nach Süßigkeiten ist ein Überbleibsel seiner Gewohnheit, sich von süßen Tropenfrüchten zu ernähren.

Keine Milch- und Fleischprodukte
Da der menschliche Körper in all seinen Geweben und Organen Eiweißverbindungen enthält, glauben viele, dass wir unserem Körper auch solche Stoffe zuführen müssen. Eiweiße sind aus ihren elemen-taren Bestandteilen, den Aminosäuren zusammengesetzt. Durch die Kombination verschiedener pflanzlicher Lebensmittel wird dem Körper in ausreichender Menge Eiweiß zugeführt.
Milch weist einen hohen Kalziumanteil auf. Doch das an das grobstoffliche Kasein gebundene Kalzium kann der menschliche Organismus nicht gut aufnehmen. Jede Säugetierart ernährt ihren Nachwuchs mit einer eigenen Milchzusammensetzung. Während es Kuhmilch an Eisen, Jod nd Mangan mangelt, enthält beispielsweise menschliche Milch viel mehr Zystein und Tryphtophan.

Ethische Gründe
Es gibt viele Gründe, den Verzehr toter Tiere abzulehnen. Im Vorder-grund stehen jedoch ethische Gründe, die nach Albert Schweizer “die grenzenlose Ehrfurcht vor dem Leben” bedeuten. Im Lataini-schen bedeutet “vegetare”- (be)leben, wachsen, “vegetus” – rüstig, munter, lebenskräftig, und “vegetabilis” – zum Leben, Wachsen fähig.
Mit einer Ernährung die ausschließlich auf Obst und Gemüse beruht, können zwanzigmal soviel Menschen ernährt werden, als mit der herkömmlichen “Ernährungsmethode”, die wir in Europa oder in Nordamerika verwenden. Der größte Teil (60-80%) der europäischen Getreideproduktion wird an die Tiere in der Massentierhaltung verfüttert. Zusätzlich muss noch Getreide importiert werden.

Einwände gegen Rohkost
Kritiker geben zu bedenken, dass Rohkost im Übermaß genossen sogar ungesund sein kann. Ein komletter Verzicht auf den Kochtopf hätte auch viele Nachteile: Rohkost verursache im Vergleich zur gewöhnlichen bürgerlichen “Kochkost” häufiger Allergien. Außerdem würden die in Rohkost enthaltenen Enzyme durch den Verdauungstrakt wie jedes andere Eiweiß aufgeschlossen und inaktiv gemacht und seien nicht nutzbar.
Weitere Kritikpunkte seien die Gefahr von Nährstoffmangel und unzureichende Zufuhr von lebenswichtigen Fettsäuren und Eiweißstoffen. Gegen Nährstoffmangel kann man sich mit Nahrungsergänzungsmitteln behelfen, und wenn man sich nicht wohl fühlt, kann man jederzeit zur “Normalkost” zurückkehren.

Soll ich den Umstieg wagen?
Wer “Rohköstler” sein will, muss sich vorher eingehend mit der Materie beschäftigen. Es ist klar, dass Rohkost niemals in den Medien als “Wundermittel” gegen alle möglichen Krankheiten ge-feiert werden wird, da keine großen industriellen und ökonomischen Interessen dahinter stehen.

Jeder muss selbst ausprobieren, ob ihm Rohkost gut bekommt. Es gibt viele Feinheiten zu beachten, und da jeder Mensch verschieden ist, muss man auf seinen Körper hören. Ich ernähre mich erst seit ein paar Monaten überwiegend mit Rohkost, bin also noch in einer Umstellungsphase. Mein größte Schwachstelle, der Magen, fühlt sich seither wohl, und ich habe mehr Energie zur Verfügung.
(c) Viennawolf 03. 08. 2004

Links:

Natur pur 

Bund für Gesundheit und Ernährung

DIÄTWAHNSINN

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Rohkost-Forum

Heilkost

Rohkost – Lexikon

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