Liberaler Ökonom der den Kapitalismus revolutionierte 08/15

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Der Geldmarkt im engeren Sinn umfasst den Handel von Zentralbankguthaben unter Banken und dient dem Liquiditätsausgleich. Der Geldmarkt im weiteren Sinn umfasst die Gesamtheit aller Handelstätigkeiten mit kurzfristigen Finanzinstrumenten.

Der Gütermarkt umfasst in der Makroökonomie alle Märkte, auf denen Waren und Dienstleistungen gehandelt werden. Auf dem Gütermarkt kommt das aggregierte Angebot und die aggregierte Nachfrage einer Volkswirtschaft zusammen. Der Gütermarkt umfasst in der Makroökonomie somit sowohl den Konsum als auch die Investitionen. In der Mikroökonomie bezeichnet der Begriff Gütermarkt in der Regel einen zeitlich und örtlich begrenzten Markt für ein einzelnes Produkt.

Das Bruttonationalprodukt misst den Wert aller volkswirtschaftlichen Endprodukte wie Waren und Dienstleistungen, die in einem Land von allen inländischen und ausländischen Bewohnern in einem Zeitraum hergestellt worden sind.

In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur versteht man im Allgemeinen unter Investition die „Verwendung finanzieller Mittel“ oder die Anlage von Kapital in Vermögen bzw. Geldkapital, um damit neue Geldgewinne, oder höhere Geldgewinne aus bestehenden Unternehmungen zu bekommen. Sie ist Teil des Geschäftsprozesses.

Als Abschreibung wird der Wertverlust von Unternehmensvermögen bezeichnet. Die Abschreibung wird meist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ermittelt und – unter Beachtung handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Besonderheiten – als Aufwand in der Gewinnermittlung berücksichtigt. Der steuerrechtlich zu ermittelnde und als Betriebsausgabe abzugsfähige Wertverlust wird Absetzung für Abnutzung (AfA) genannt und unterliegt anderen Regelungen als die betriebswirtschaftlichen Abschreibungen. Diese erlauben zusätzliche Abschreibungen, wenn nach Steuerrecht erhöhte Abschreibungen und Sonderabschreibungen vorgenommen wurden, damit das Wirtschaftsgut auch handelsrechtlich mit dem gleichen Wert bilanziert werden kann.

Nachstehend die wesentlichsten Inhalte des Keynes’schen Theorem, wobei die Reihenfolge der Aufzählung nicht nach ihrer Wichtigkeit vorgenommen wurde, da alle Punkte integrierend und synchron zu berücksichtigen sind:

  • Das Verhältnis Angebot/Nachfrage wurde auf den Kopf gestellt: Nicht jedes Angebot schafft seine Nachfrage, wie dies bis dahin Allgemeingültigkeit hatte, sondern umgekehrt, jede Nachfrage schafft sein Angebot.
  • Die Erkenntnis, dass die Vollbeschäftigung das Volleinkommen ist, ungeachtet der Einkommensform.
  • Die Unterbeschäftigung als Folge, sollte die Güternachfrage nicht in der Lage sein das Güterangebot aufzunehmen, welches bei Vollbeschäftigung entsteht.
  • Im Gütermarkt ist nicht der Preis (Preisgleichgewicht!), sondern die Intensität und Stand der Beschäftigung maßgeblich.
  • Die Konsumnachfrage hängt nicht vom geltenden Zinssatz, sondern vom realen Volkseinkommen ab.
  • Ebenso hängen die Investitionen nicht vom geltenden Zinssatz ab, sondern von den Erwartungen des Investors vom Markt, welcher wieder vom Realeinkommen abhängig ist.
  • Berücksichtigung der Abschreibungen in einer makroökonomischen Gesamtrechnung. Um Nettoinvestitionen zu erwirtschaften muss die Investitionsgüterindustrie mehr als ihre eigenen Abschreibungen vornehmen; sie muss auch die Abschreibungen der Konsumgüterindustrie erarbeiten. Eine zahlungsfähige Konsumgüterindustrie wird dabei vorausgesetzt.
  • Der Multiplikatoreffekt, von Keynes Schüler R. F. Kahn übernommen, wonach eine Investition in der Investitionsgüterindustrie einkommensfördernd wirkt, dadurch Erhöhung der Konsumquote, die wiederum fördert die Investition in die Konsumgüterproduktion, es kommt zur weiteren Steigerung der Konsumausgaben usf. Dies führt dazu, dass das Volkseinkommen und die Konsumquote um ein Mehrfaches ansteigen.
  • Geld und Geldfunktion, die von Say und den Klassikern, außer dem Transaktionsmotiv, keine Beachtung fand. Sie erkannten nicht, dass durch den Faktor Geld Kauf und Verkauf zeitlich auseinander fallen können und dadurch das Angebot nicht mehr der nachfrage entspricht.
  • Das Kapital muss den Konsum stärken, denn im Falle einer Schwächung wird die Nachfrage für Kapital und in Folge der Verbrauch geschwächt.
  • Entdecken des psychologischen Einflusses auf das Klima der Investition, des Konsums und des Sparen.
  • Die Verbraucherfunktion mit ihren Faktoren. Die wesentliche Entdeckung von Keynes. Mit diesem Grundgedanken beginnt und schließt der logische Kreislauf, in dem die Beschäftigung nur pari passu mit einer Zunahme der Investition zunehmen kann; es sei denn, dass sich die Neigung zum Verbrauch ändert. Denn wenn sich die Lücke zwischen Verbrauch und Einkommen, in absoluten Größen ausgedrückt, mit Einkommenssteigerungen vergrößert, dann wird die Gesamtnachfrage nicht groß genug sein, um den Gesamtangebotspreis zu decken, es sei denn, die Lücke würde durch eine Zunahme der Investitionen gefüllt.

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