Epilog
- Mittwoch, April 22, 2009, 9:03
- Liberalismus und Keynes
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Diese Arbeit blieb fast zwei Jahre lang liegen. Sie wurde auf über die Hälfte gekürzt um nur das Wesentlichste meines Anliegens darzustellen, wurde aber mit den aktuellen Jahrestagen ergänzt. Es wurden Teile über A. Smith, über F. Hayek und M. Friedman, über die Chicago und Freiburger Schulen und sehr viel Historisches aus der Zeit des Humanismus und der Aufklärung und er Zeit von Sedan bis zur Machtergreifung Hitlers weggelassen.
c)
Grund des Abwartens war einfach ein bestimmtes Unbehagen im unmittelbaren Diskurs mit wissenschaftlich und politisch wohlwollend agierenden und engagierten Menschen, privat oder auf akademischen Boden, bei denen das Interesse jedoch, gewollt oder ungewollt, weniger im Verständnis für den anglo-amerikanischen Liberalismus lag. Von Keynes ‘Theorie und seinem Engagement für die liberale Partei ganz zu schweigen.
Das Abwarten und das Hesitieren wurde aufgegeben, nachdem mir die Schriften des Harvardprofessors Michael J. Sandel, einem Verfechter des Kommunitarismus begegneten. M. J. Sandel hat in seiner in Buchform erschienenen Vorlesungsreihe, mit dem Titel „Liberalismus oder Republikanismus – Von der Notwendigkeit der Bürgertugend“, Thesen aufgestellt, die die in diesem Aufsatz dargestellten Bemerkungen über Keynes Ökonomie und die Ziele einer zukünftigen liberalen Partei fast zu bestätigen scheinen. „Er versucht, - letztendlich auch über Keynes -, nachzuweisen, dass es nicht möglich ist, die Fundierung liberaler Freiheitsrechte von bestimmten Wertorientierungen oder Vorstellungen des Guten zu trennen“.
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