Schach der Diskriminierung
- Donnerstag, Mai 7, 2009, 10:50
- Viennawolf
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Das “stärkere” Geschlecht will ja auch das intelligentere sein. So behauptete der ebenso exzentrische wie geniale Amerikaner bzw. nun Isländer Robert James “Bobby” Fischer in seiner Glanzzeit, er könne jeder Frau mindestens eine Figur vorgeben. Nach dem Revanche-Wettkampf gegen Spasski, dem zweiten Protagonisten des “Wettkampf des Jahrhunderts” von 1972 in Reykjavik, 1992 in Sveti Stefan und Belgrad ging er jedoch einem Vergleichskampf gegen das ungarische “Wunderkind” Judit Polgar aus dem Weg.
Zu Recht: Judit gewann nicht nur das Match gegen den für Fischer eingesprungenen Ex-WM Spasski, sondern hat sich seit her in den Top-10 der allgemeinen Klasse etabliert und auch schon alle bekannten Größen mindestens einmal geschlagen. Auch Kasparov musste in einem Wettkampf Rußland vs Rest der Welt eine bittere Niederlage einstecken, nachdem er ein paar Jahre zuvor nur durch eine höchst umstrittene Auslegung der Regel “berührt geführt” einer derartigen ” Schmach entgangen war.
Trotzdem muss ich immer wieder feststellen, vor allem in politischen Debatten, wie Männer versuchen Frauen ihre Kompetenz in Sachfragen abzusprechen. Abkanzelungen wie “blöd” oder “Schwachsinn” sind noch die harmlosesten Angriffe, die in diesem Zusammenhang fallen.
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